Language translators. (EVE Chronicles)
Das augenfälligste Problem bei der Kommunikation zweier Völker ist oft der sprachliche Unterschied. Alle Hauptvölker in EVE sprechen unterschiedliche Sprachen und alle Versuche, eine davon zur Hauptsprache zu machen, sind bisher am Widerstand daran gescheitert, eine andere Sprache als vorrangig gegenüber der eigenen anzuerkennen.
Amarrisch, die Sprache des grössten Imperiums, ist zwar die am meisten gesprochene Sprache, auch die meisten Minmatar sprechen - z.T. zwangsweise - diese Sprache. Die Gallenter weisen es weit von sich, Amarrisch als Hauptsprache im Geschäftsverkehr zwischen den Völkern anzuerkennen, da sie den Amarr das daraus resultierende Prestige nicht zuerkennen möchten. Auf der anderen Seite ist Gallentisch mit Abstand die am zweithäufigsten gesprochene Sprache, vermutlich weil sie in der gesamten Unterhaltungsbranche verwendet wird. Die Caldari lehnen Gallentisch aus historischen Gründen kategorisch ab und die Amarr sähen die Verwendung aus den gleichen Gründen ungern, wie sie die Gallenter bezüglich von Amarrisch vorbringen.
Das bedeutet, dass alle hochrangigen Gespräche zwischen Vertretern der Imperien, zum Beispiel in den überstaatlichen Organisationen, auf die Fähigkeiten der Dolmetscher angewiesen sind. Nur auf einem Gebiet ist die Sprache, die eine Person spricht, irrelevant geworden und das ist das Führen von Raumschiffen.
Die einzigartige Struktur der Kommandokapsel mit ihrer neuralen Verkabelung erlaubt es dem Kommandanten sich mit allen Computersystemen zu verbinden und diese nach Bedarf einzusetzen. Eines dieser Computersysteme, die heute zum Ausrüstungsstandard gehören, ist das Übersetzermodul. Dieses Modul gehört zum Kommunikationssystems eines Raumschiffs. Es nimmt alle ankommenden Gespräche auf und übersetzt sie in die zuvor vom Kommandanten gewählte Sprache. Verglichen mit dem heutigen Standard waren die ersten Geräte primitiv, sie konnten nur geschriebenen Text entgegennehmen und vermasselten oft die Übersetzung. Die neuesten Versionen des Übersetzungsmoduls akzeptieren auch Sprache und sind zudem in der Lage, Modulation, Stimmlage und Dialekte in die Übersetzung zu projizieren, sodass diese dem gesprochenen Original außerordentlich nahe kommt. Mit der Zunahme von Cyberimplantaten treten die Übersetzungsmodule neuerdings auch außerhalb von Kommandokapseln auf und viele Menschen sind der Ansicht, dass diese Implantate in einigen Jahren die Debatte überflüssig machen, welche Sprache denn nun die Amtssprache aller Imperien sein soll.
