EVE Online

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EVE Online ist ein MMORPG der isländischen Entwickler von CCP Games. Das Spiel sieht sich in der Tradition des Spieleklassikers Elite und hat seinen Schwerpunkt auf Handel und Kampf im Weltraum.


Inhaltsverzeichnis

Hintergrundgeschichte

Die Geschichte ist in ferner Zukunft angesiedelt.

Auf der Jagd nach Bodenschätzen und anderen knappen Ressourcen brach ein Krieg auf der Erde aus, der das Anlitz der Welt schnell vernarbte. Der einzige Ausweg aus diesem Dilemma war die Flucht in den Weltraum. Es wurden Sprungtore geschaffen, um die gewaltigen Distanzen zu überbrücken. So stießen die ersten mutigen Abenteurer schnell tief in den Kosmos vor. Die ersten Weltraumunternehmen wurden gegründet, um den Reichtum der neu entdeckten Planeten auszubeuten. Als die Ausbreitung tief ins ins All langsam aber sicher ihr Ende fand, wendeten sich diese Weltraumunternehmen gegeneinander und kämpften wiederum für Jahrzehnte um Marktanteile.

Dieses änderte sich erst, als ein natürliches Wurmloch entdeckt wurde, welches quer durch das Universum in ein unentdecktes Gebiet führte. Nachdem die ersten Wagemutigen den Weg durch das Wurmloch - das als "Eve Gate" bekannt wurde - unbeschadet überstanden, brachen Millionen von abenteuerlustigen Siedlern, getrieben von Hoffnungen und Träumen, auf, um dieses Gebiet zu erschließen. Dieses neuentdeckte Gebiet wurde bekannt als "New Eden", der neue Garten Eden.

Aber das Schicksal der Natur machte ihnen einen Strich durch die Rechnung. Das Wurmloch, das zu "New Eden" führte, kollabierte und trennte die neuen Gebiete vom Einflußbereich der Erde ab. Ein dunkles Zeitalter brach auf. Das aufgehäufte Wissen der Jahrhunderte verblasste und die neuen Welten wurden zum Grab von Millionen und dieses Wissen verwandelte sich immer mehr in Mythen und Legenden.

Aber die Gemeinschaft der Menschen wurde neu geboren. Nur sehr wenige Planeten konnten sich ohne die Lieferungen von der Erde halten. Die erste Rasse, die sich wieder soweit gefangen hatte um Raumflug zu betreiben, waren die Amarr. Schnell stießen sie auf die Rasse der Minmatar, die die Amarr als primitive Barbaren ansahen und sie in einem gewaltigen Kreuzzug zu unterjochen begannen.

Die Gallente, eine Rasse welche sich zeitgleich mit den Amarr neu zu orientieren begann, gründeten in ihrem Einflußbereich eine Föderation freier Staaten, unter denen die Caldari die stärkste Fraktion waren.

Schnell brachen Kriege auf Grund unterschiedlicher Weltanschauungen aus. Schwelende Ruinen, die einst florierende Städte waren, blieben zurück. Eine Waffenruhe, die nun mehr als ein Jahrhundert anhält, wurde vereinbart.


EVE Intro zur Hintergrundgeschichte (Auf dem CCPGAMES Channel auf Youtube)

Besonderheiten

EVE Online unterscheidet sich in einigen Punkten von klassischen MMORPGs wie zum Beispiel Ultima Online. Die Spieler sind nicht auf verschiedene Spieleserver oder Shards verteilt, sondern spielen alle gleichzeitig in der selben Galaxie auf dem Server Tranquility, welche sich aus über 5000 Sonnensystemen zusammensetzt. EVE Online stellt seitdem ständig neue Weltrekorde für die meisten Spieler im selben Online-Spieleuniversum auf. Der aktuelle Rekord liegt bei über 30000 Spielern am 4. September 2006.

Eine weitere Besonderheit ist, dass der Spieler seine Fähigkeiten nicht durch den Erwerb von Erfahrungspunkten verbessern kann, sondern allein durch den Aufwand von Zeit. Das Erlernen einer Fähigkeit kann von wenigen Minuten bis zu mehreren Monaten dauern. Diese Zeit verstreicht allerdings auch, wenn der Spieler nicht in die Spielwelt eingeloggt ist. Die Trainingszeit richtet sich nach den Charakter-Attributen, so dass ein Charakter schneller Kampffähigkeiten erlangen kann. Grundsätzlich stehen jedoch jedem Charakter alle Richtungen offen, in die er sich entwickeln kann.

Andere Fortschritte im Spiel manifestieren sich durch persönlichen Reichtum (Geldbörse, Schiffe und Ausrüstung) und so genannte "Standings", die die Interaktion im Spiel erleichtern oder erschweren.

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Spieles zeigt sich in den Corporations. Dies sind zum Teil vom Computer, meistens aber von Spielern erstellte Firmen/Gruppen, analog den Gilden in Fantasyspielen, welche zusammen ein großes Ziel verfolgen (Geld, Gebietseinfluss usw.). Frei von den gegebenen Regeln hat sich eine Community gebildet, welche ein eigenes politisches System, Allianzen (welche meist rohstoffreiche Gebiete beanspruchen) und Verträge hervorgebracht hat.

Besonders ist auch das Marktsystem, welches komplett von den Spielern abhängig ist und sich durch diese beeinflussen lässt. Spieler erforschen, bauen und handeln untereinander Raumschiffe und Ausrüstung. Für die dafür nötigen Rohstoffe sind ebenfalls die Spieler verantwortlich. Auf diesem Wege bestimmen beinahe komplett die Spieler selbst durch Angebot und Nachfrage das detaillierte Handelssystem, das nur in Nischen von Nicht-Spieler-Charakteren beeinflusst wird.

Das Universum ist in drei verschiedene Sicherheitszonen unterteilt, in denen Kämpfe gegen andere Mitspieler ("PvP") verschieden sanktioniert werden. So ist Anfängern ein leichterer Einstieg möglich.

Das Spiel

Dem Spieler stehen viele Spielweisen offen, auf die er sich spezialisieren kann. Er kann sich auf den effizienten Abbau von Erz konzentrieren, welches wichtige Rohstoffe für die Produktion handelbarer Güter liefert. Er kann sich als Wissenschaftler oder Produzent auf die Erforschung und Produktion von Schiffen und Schiffsausbauten (Modulen) konzentrieren. Man kann auch als Kämpfer seinen Lebensunterhalt verdienen, indem man das Kopfgeld für NPC- oder Spieler-Piraten einstreicht oder Eskortendienste für Spieler-Corporations leistet. Weiterhin gibt es die Möglichkeit, für Agenten zu arbeiten, indem man Missionen verschiedener Art (z. B. Handel, Kampf, Transport) erfüllt oder indem man geschickt handelt. Natürlich steht es dem Spieler auch offen, sich in mehrere Richtungen zu entwickeln.

Der Charakter selbst tritt nur in Form eines vielfältig konfigurierbaren Porträts in Erscheinung. In der Spielwelt bewegt man sich und interagiert nur in Raumschiffen. Es gibt über 100 verschiedene Schiffstypen in bislang 14 verschiedenen Klassen, die sich mitunter recht stark in Eigenschaften wie Anforderungen an Charakter-Fähigkeiten, Kaufpreis, Geschwindigkeit, Wendigkeit, Frachtraum und Ausrüstungsmöglichkeiten unterscheiden. Somit ist es angebracht, für unterschiedliche Aufgaben unterschiedliche Schiffe zu benutzen.

Es sollte erwähnt werden, dass EVE - wie alle MMORPGs - sehr zeitaufwendig ist. Allerdings ist es in EVE möglich - im Gegensatz zu anderen MMORPGs - seine Skills auch zu verbessern wenn man offline ist. Skills werden erlangt - soweit man sie nicht schon besitzt - in dem man sie kauft. Wenn man sich einen Skill gekauft hat, so wird er nur durch Zeitaufwand erlernt. Dies kann auch geschehen wenn man offline ist. Wenn man also ein "Ausfallzeit" von 3 Tagen hat, so empfiehlt es sich einen Skill zu erlernen, der länger als diese 3 Tage dauert. Skilltrainings können auch unterbrochen werden. Wenn man also etwas für 3 Tage lernt und schnell einen Skill dazwischen schieben will, so kann man den alten ohne Verlust der bisherigen Trainingszeit unterbrechen, den neuen Skill lernen und dann den alten Skill an der Stelle wo man ihn unterbrochen hat weiter zu lernen. Ein Skill hat immer eine Haupt- und eine Untergruppe, auf der die Lernzeit basiert. Je nach Höhe dieser Attribute wird der Skill schneller oder langsamer erlernt.

Es wird wohl einige Zeit damit verbracht, durch Rohstoffgewinnung oder Agentenmissionen etwas Geld zur Seite zu legen, sich Skills oder eine Ausrüstung zu kaufen oder das Schiff upzugraden. In dieser Hinsicht stellt EVE keine Ausnahme zu anderen MMORPGs dar, da immer sehr viel Zeit verwendet wird den eigenen Charakter zu verbessern.

Später wird ein besseres Schiff gekauft und damit von Sternentor zu Sternentor geflogen, sei es um Handel zu treiben, Gefechte auszutragen (gegen Computer- oder Spielergegner). Es wird wieder mehr Geld angehäuft, man schliesst sich einer Corporation an, verdient mehr Geld um bessere Schiffe zu kaufen, mehr Skills freizuschalten.

Irgendwann verliert man sein Schiff. Gut beraten, der es zuvor versichert hat. Die Versicherung deckt allerdings nur maximal den Wiederbeschaffungswert des Schiffes bis zur Höhe des Kaufpreises. Ein verlorenes Schiff ist somit schnell ersetzt. Die Problematik stellt sich bei den Ausrüstungsteilen. Die Ausrüstungsteile des verlorenen Schiffes müssen mühsam zusammen gekauft und am jeweiligen Kaufsort abgeholt werden. Zum Zusammensuchen der Ausrüstung kann schon etwas Zeit vergehen. Man kann es allerdings auch als Chance sehen, damit sein Equipment upzugraden oder gleich das nächsthöhere Schiff zu kaufen.

Später begibt man sich in die aussenliegenden Sternensysteme mit seiner Corporation, welche wiederum einer Allianz angehört um gegen andere Allianzen zu kämpfen.

Ein Ende in diesem Spiel gibt es wohl nie, denn man kann immer noch mehr erreichen, als man hat.

Die Völker

Amarr: Das größte der Reiche im EVE-Universum. Religion bleibt ein wichtiger Aspekt für jeden Amarraner. Sie betrachten ihren Kaiser als personifizierten Gott, daher ist die Bindung zwischen Religion und säkulärer Autorität sehr stark - eine Tatsache, die zu verschiedenen Zeiten im großen Stil sowohl für Gutes als auch für Schlechtes verantwortlich war.

Caldari: Die Gesellschaft der Caldari hegt eine enge Verbindung mit militärischen Traditionen. Sie verteidigt ihren Lebensstil vehement und toleriert nur jene Fremden, die sich an ihre Regeln halten. Unternehmensstrukturen und Kapitalismus sind der Antrieb ihrer Existenz. Sie glauben daran, dass alle Bürger kleine Zahnräder in der riesigen Staatsmaschine darstellen. Pflichtbewusstsein und Loyalität sind bei ihnen hoch gelobte Eigenschaften. Sie sind beharrlich, hartnäckig und gut organisiert.

Gallente: Die Widersacher der Gallentener finden diese selbstgerecht, aufmüpfig, wichtigtuerisch und unangenehm. Verbündete bezeichnen sie eher als lebhafte Liberalisten und Meister der individuellen Freiheit. Die Gallentener besitzen einen ausgeprägten Sinn für Patriotismus und glauben, dass die Republik die einzig wahre Demokratie ist. Sie verteidigen sie nachhaltig und sehen sich daher als Bewahrer der freien Welt und als Beschützer der Unterdrückten. Man kann sie lieben oder hassen, aber man kann sie nicht ignorieren.

Minmatar: Die Minmatar sind ein unabhängiges und sehr bestimmendes Volk. Ein Teil der Minmatar wurde durch die Amarr versklavt. Das Allerwichtigste im Leben ist für sie, autark zu sein. Im Laufe der Zeit wurde das Volk aufgrund von Eroberungen zersplittert und zur "freiwilligen Abwanderung" gezwungen. Obwohl nur noch sehr wenige von ihnen innerhalb der Grenzen der minimatarischen Republik leben, stehen sie loyal zu ihren Stammesbanden.

Jove (nicht für Spieler auswählbar): Die Jovianer sind das geheimnisvollste und am schwersten beschreibbare Volk bei EVE. Zwar befinden sie sich in der krassen Unterzahl, doch haben ihre Forschungen in der Genetik zu drastischen Änderungen ihrer mentalen und körperlichen Fähigkeiten geführt. Ihre Technologie ist überragend und unvergleichlich mächtig.

Jede Rasse (bis auf Jove) bietet dem Spieler drei "Blutlinien" zur Auswahl.

Erweiterungen

Die Erweiterungen sind im monatlichen Entgelt inbegriffen (es entstehen keine weiteren Kosten) und erweitern die Funktionen und den Spielumfang von EVE teilweise beträchtlich.

  • EVE Online: The Second Genesis (6. Mai 2003; Start-Version)
  • EVE Online: Castor (16. Dezember 2003)
  • EVE Online: Exodus (17. November 2004)
  • EVE Online: Cold War Edition (5. Juli 2005)
  • EVE Online: Red Moon Rising (14. Dezember 2005)
  • EVE Online: Revelations (28. November 2006)
  • EVE Online: Revelations II (19. Juni 2007)
  • EVE Online: Trinity (5. Dezember 2007)
  • EVE Online: Empyrean Age (11. Juni 2008)
  • EVE Online: Quantum Rise (11. November 2008)
  • EVE Online: Apocrypha (10. März 2009)
  • EVE Online: Dominion (1.Dezember 2009)

Am 28. November 2006 wurde der erste Teil der Erweiterung „Revelations“ (Codename „Kali“) veröffentlicht, der zweite Teil, „Revelations II“, folgte am 19. Juni 2007. Der dritte und abschließende Teil „Revelations III“ (Trinity) ist am 5. Dezember 2007 veröffentlicht worden. Das für Dezember 2006 geplante VoIP-System von Vivox wurde erst im 2. Quartal 2007 nach längerer Testphase auf den Live-Server aufgespielt und freigegeben. Mit der Veröffentlichung von EVE Trinity am 5. Dezember 2007 wurde die Grafikengine auf aktuellen DirectX-9-Standard angepasst und beinhaltet jetzt hochauflösende Texturen sowie Effekte, wie realistischen Schattenwurf, HDR etc. Auf leistungsschwächeren Computern ist es weiterhin möglich EvE-Online zu spielen, da die Grafikengine je nach Leistung des Computers gut skalieren kann. Ein weiteres Update soll folgen, um in Windows Vista DirectX 10 nutzen zu können. Das Update „Empyrean Age“ folgte am 11. Juni 2008, nun ist es schließlich möglich, sich für ein NPC-Imperium zu verpflichten und für dieses gegen seine Feinde zu kämpfen und Sternensysteme zu besetzen.

Am 1. Dezember 2009 ist das neueste Update mit dem Namen „Dominion“ erschienen. Darin wurde die Souverenitätsmechanik im gesetzlosen Raum grundlegend geändert. Desweiteren wurde die Engine des Webbrowsers Google Chrome in den Ingame-Browser des Spieles integriert.<ref></ref>

Weblinks

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